Hier finden Sie kompakte Antworten auf die Fragen, die vor dem Kauf am häufigsten offenbleiben – sortiert nach den vier Bewertungsachsen und der Kauffrage. Ausführlicher steht alles im Ratgeber.
Ein Matratzenschoner fängt Schweiß, Flüssigkeiten und Flecken ab, bevor sie in die Matratze ziehen. Der entscheidende Punkt ist die Waschbarkeit: Die Matratze selbst können Sie nicht in die Maschine geben, den Schoner schon. Besonders sinnvoll ist er bei kleinen Kindern, Haustieren, Inkontinenz und im Gästebett. Wann sich das rechnet und welche Bauarten es gibt, steht im Überblick über Schoner, Topper und Encasing.
Der Matratzenschoner ist eine dünne Auflage unter dem Spannbettlaken; er schützt und verändert das Liegegefühl kaum. Ein Topper ist mehrere Zentimeter dick, verändert das Liegegefühl und schützt nur nebenbei. Soweit Hersteller ein Flächengewicht angeben, reichen die Auflagen in diesem Vergleich von rund 150 bis 400 g/m² – das ist Schutz, keine zusätzliche Polsterung. Wie die Schichten übereinanderliegen, zeigt der Ratgeber zu Schoner, Topper und Encasing.
Ein Encasing umschließt die Matratze vollständig und wird mit einem umlaufenden Reißverschluss geschlossen. Es ist als Barriere gegen Hausstaubmilben gedacht, nicht in erster Linie gegen Nässe: Von den beiden Vollbezügen in diesem Vergleich nennt nur einer eine wasserdichte Schicht. Weil ein Encasing kaum elastisch ist, muss es genau zur Matratzenhöhe passen – die beiden Modelle hier sind für 20 beziehungsweise 30 cm ausgelegt. Worauf Sie beim Kauf achten sollten, steht im Encasing-Ratgeber.
Die dreizehn Modelle in diesem Vergleich kosten zwischen rund 10 und 40 Euro – eine neue Matratze kostet dagegen das Zehn- bis Zwanzigfache. Innerhalb dieser Spanne macht vor allem die Bauart den Unterschied: Ein einfacher Schoner für die Liegefläche liegt meist im unteren bis mittleren Bereich, das teuerste Modell im Vergleich ist ein Encasing, das die Matratze komplett umschließt und dafür mehr Stoff braucht. Ein hoher Preis ist dabei keine Garantie für eine gute Bewertung: Die Empfehlung in diesem Vergleich liegt preislich im mittleren Bereich, während das teuerste Modell in der Gesamtnote deutlich schlechter abschneidet.
Kein Hersteller in diesem Vergleich nennt eine Lebensdauer, und wir messen sie nicht nach. Aus den Rezensionen lassen sich zwei Verschleißstellen ablesen: die wasserdichte Schicht auf der Unterseite und die Passform, die nach heißen Wäschen enger werden kann. Auflagen aus reiner Baumwolle ohne Beschichtung haben die erste Schwachstelle gar nicht – dafür halten sie auch keine Flüssigkeit zurück.
Ein gewöhnlicher Schoner liegt nur auf der Oberseite und lässt die Matratze an fünf Seiten offen. Milbendicht sind Encasings: Sie umschließen die Matratze ganz und werden rundum mit einem Reißverschluss verschlossen. Sie reduzieren damit den Kontakt mit Milbenallergenen im Bett – eine Allergie behandeln sie nicht. Beide Encasings dieses Vergleichs sind milbendicht; auf der Vergleichsseite stehen sie wegen ihres unterschiedlichen Haupteinsatzzwecks unter zwei verschiedenen Anlässen – zusammen finden Sie beide über den Materialfilter „Encasing (milbendicht)“. Mehr dazu im Encasing-Ratgeber.
Wasserdicht heißt: Eine Membran oder Beschichtung auf der Unterseite hält auch größere, stehende Flüssigkeitsmengen zurück. Wasserabweisend heißt: Das Gewebe saugt Feuchtigkeit auf oder perlt sie kurz ab, bei größeren Mengen kommt sie durch. Welches von beidem gilt, sagt die Herstellerangabe – von den dreizehn Modellen in diesem Vergleich nennen zehn eine Membran oder Beschichtung, drei nicht. Ausführlich erklärt der Materialratgeber den Unterschied.
Nein. Molton ist ein beidseitig aufgerautes Baumwollgewebe, das Feuchtigkeit aufsaugt, statt sie zurückzuhalten; einer der beiden Hersteller in diesem Vergleich schreibt ausdrücklich „nicht wasserdicht“ ins Datenblatt. Gegen Schweiß, Staub und Abrieb reicht das, gegen einen Unfall im Bett nicht. Wenn Flüssigkeit sicher draußen bleiben soll, brauchen Sie ein Modell mit Membran oder Beschichtung. Was Molton stattdessen leistet, steht im Materialratgeber.
Ja, sofern er wasserdicht ist und heiß gewaschen werden darf. Drei Modelle in diesem Vergleich sind in der Facette Inkontinenz eingeordnet und laut Datenblatt bis 95 °C waschbar; mehrere weitere Hersteller im Feld bewerben ihr Produkt zusätzlich ausdrücklich für diesen Einsatz. Zur Wahl stehen zwei Bauformen: ein Schoner über die ganze Matratze oder eine kleinere Teilauflage, die sich nachts allein wechseln lässt, ohne das Bett neu zu beziehen. Worauf es im Pflegealltag ankommt, steht im Ratgeber zum Nässeschutz bei Inkontinenz.
Die Wassersäule in Millimetern gibt an, welchem Wasserdruck ein Gewebe standhält, bevor Feuchtigkeit durchtritt: je höher der Wert, desto dichter. In dieser Nische ist die Angabe selten – nur ein Modell in diesem Vergleich nennt sie, mit 8.000 mm H2O für seine TPU-Membran. Fehlt sie, bleiben die Herstellerangabe „wasserdicht“ und das, was Rezensionen zur Praxis berichten.
Unter das Laken, direkt auf die Matratze. So liegt er flach, und das Laken bleibt das Stück, das Sie am häufigsten wechseln. Zwei Teilauflagen in diesem Vergleich sind anders gedacht: Sie liegen obenauf und lassen sich nachts einzeln tauschen, statt das ganze Bett neu zu beziehen.
Messen Sie Breite, Länge und Höhe Ihrer Matratze – alle drei. Breite und Länge entsprechen dem Bettmaß, etwa 90 × 200 cm; übersehen wird meist die dritte Zahl. Ein Schoner für 20 cm rutscht auf einer 24 cm hohen Matratze an den Ecken hoch, und dann liegt die Naht dort, wo Sie liegen. Wie Sie richtig messen, steht im Größenratgeber.
Die Steghöhe ist die Höhe des umlaufenden Rands, mit dem der Schoner die Matratze umfasst – nicht die Höhe der Matratze selbst. Sie muss mindestens so groß sein wie Ihre Matratze hoch ist. In diesem Vergleich reicht die Spanne von 20 cm bei einem milbendichten Vollbezug bis 40 cm bei einem Modell für hohe Matratzen. Ausführlich im Ratgeber zu Größe und Steghöhe.
Ja, wenn die Steghöhe reicht. Boxspring-Matratzen sind häufig 25 bis 30 cm hoch, mit aufgelegtem Topper mehr. Vier Modelle in diesem Vergleich geben 30 cm oder mehr an, eines davon 40 cm; zu diesem bestätigen Rezensionen den Sitz auf hohen Boxspring-Matratzen. Modelle mit Angabe bis 22 cm sind dafür zu knapp. Was beim Boxspringbett sonst noch zählt, steht im Größenratgeber.
Prüfen Sie zuerst die Höhe: Rutscht er an den Ecken hoch, ist die Steghöhe zu klein. Danach zählt die Befestigung, und davon gibt es in diesem Vergleich fünf Bauformen – vier einzelne Eckgummis, Eckbänder mit eigener Matratzenhöhenangabe, ein umlaufender Rundumgummi wie beim Spannbettlaken, ein Reißverschluss rundum und ein seitlicher Einschlag ohne Gummi; eine Teilauflage kommt sogar ganz ohne Befestigung aus und liegt lose auf dem Laken. Eine Rezension beschreibt den Rundumgummi ausdrücklich als rutschfester als vier Eckgummis. Welche Befestigung wobei hilft, steht im Größenratgeber.
Keiner der Hersteller in diesem Vergleich nennt ein Intervall. Ohne Herstellerangabe bleibt die einfache Regel: mit der Bettwäsche mitwaschen, nach einem Unfall sofort. Wer häufig wechseln muss – bei Kindern oder bei Inkontinenz –, fährt mit einem zweiten Exemplar zum Wechseln besser als mit häufigerem Heißwaschen. Den Rhythmus im Einzelnen behandelt der Waschratgeber.
So heiß, wie der Hersteller es erlaubt, und nicht heißer. Die Angaben in diesem Vergleich reichen von 40 °C bis 95 °C: Sechs Modelle sind laut Datenblatt bis 95 °C waschbar, zwei bis 60 °C, eines nur bis 40 °C; bei drei Modellen fehlt die Angabe ganz. Die zulässige Temperatur ist damit ein handfestes Auswahlkriterium und keine Kleinigkeit im Kleingedruckten. Die Temperaturen im Überblick stehen im Waschratgeber.
Oft ja, aber meist nur bei niedriger Stufe: Mehrere Hersteller in diesem Vergleich geben den Trockner ausdrücklich frei, drei davon ausdrücklich bei niedriger Temperatur. Hitze belastet die wasserdichte Schicht stärker als das Waschen selbst. Fehlt die Angabe im Datenblatt, trocknen Sie besser an der Luft – laut mehreren Rezensionen sind die dünnen Auflagen dabei schnell wieder einsatzbereit. Was der Trockner mit der Membran macht, steht im Waschratgeber.
Nicht sofort, aber sie ist der empfindlichste Teil des Schoners. Zu mehreren Modellen bestätigen Rezensionen, dass der Schutz auch nach wiederholtem Waschen erhalten bleibt. Eine Langzeitrezension zu einer beschichteten Baumwollauflage berichtet dagegen, dass sich die Unterseite nach Jahren mit häufigen heißen Wäschen ablöst und zerbröselt – also nur so heiß waschen wie nötig und bei niedriger Stufe trocknen. Die vier Fehler, die eine Schicht ruinieren, nennt der Waschratgeber.
Eine dichte Schicht lässt weniger Feuchtigkeit durch als reine Baumwolle – das ist bauartbedingt. Wie stark sich das bemerkbar macht, geht in den Rezensionen auseinander: Zu zwei Modellen in diesem Vergleich berichten einzelne Rezensionen von vermehrtem Schwitzen, bei anderen wird die Oberseite durchweg als angenehm beschrieben. Die Hersteller nennen ihre Membranen atmungsaktiv; nachgemessen haben wir das nicht.
Das hängt am Aufbau: Eine lose Folie raschelt, eine auf Frottee oder Baumwolle kaschierte Membran meist nicht. Zu mehreren Modellen in diesem Vergleich beschreiben Rezensionen den Bezug übereinstimmend als geräuschlos, zu einem berichten mehrere von hörbarem Rascheln der Unterseite. Wenn Sie empfindlich auf Geräusche reagieren, lesen Sie diesen Punkt in der Einschätzung des jeweiligen Modells nach.
Kaum – und das ist Absicht: Er soll schützen, nicht polstern. Soweit Hersteller ein Flächengewicht nennen, reichen die Werte in diesem Vergleich von rund 150 g/m² bei einer Frottee-Auflage bis 400 g/m² bei einer Molton-Auflage; die dickere ist spürbar, wird in Rezensionen aber als weich beschrieben. Wer das Liegegefühl gezielt ändern will, braucht einen Topper – ein anderes Produkt. Den Unterschied erklärt der Ratgeber zu Schoner, Topper und Encasing.